Keller von innen abdichten, auch gegen drückendes Wasser
Wenn Feuchte seitlich durch die erdberührte Kellerwand kommt, muss die Wand selbst abgedichtet werden. Wir tun das von innen mit mineralischen Dichtungsschlämmen, einer sauber ausgebildeten Hohlkehle und einem Sanierputz, ganz ohne Erdarbeiten.
Typische Anzeichen
- Nasse Flecken, die nach Regenperioden über die ganze Wandfläche wachsen
- Wasseraustritt am Übergang zwischen Kellerboden und Wand
- Feuchte Stellen an Rohr- und Kabeldurchführungen
- Salzausblühungen und abplatzender Putz an bergseitigen Wänden
- Bitumenanstriche auf der Innenseite, die Blasen werfen und sich lösen

Diffusionsoffener Anstrich
Eine Silikat- oder Kalkfarbe schließt die Wand ab, ohne die Feuchteabgabe an die Raumluft zu behindern.
Sanierputz
Der Sanierputz bildet die Nutzschicht und nimmt Salze aus dem Übergangsbereich oberhalb der Abdichtung auf.
Mineralische Dichtungsschlämme (MDS)
Mehrere Lagen MDS verbinden sich fest mit dem Untergrund und halten Wasser auch unter Druck zurück.
Hohlkehle
Am Boden-Wand-Anschluss formen wir eine gerundete Kehle aus Sperrmörtel, damit die Abdichtung an dieser Kante nicht abreißt.
Erdberührte Außenwand
Das Mauerwerk bleibt zur Erdseite hin feucht, deshalb setzen wir die Abdichtung als Negativabdichtung auf die Innenseite.
Wissen, Schicht für Schicht
Keller von innen abdichten: Schicht für Schicht gegen den Wasserdruck
Innen abgedichtet wird auf der Seite, von der das Wasser nicht kommt. Die Abdichtung muss deshalb so fest im Untergrund haften, dass der Wasserdruck aus dem Erdreich sie nicht abdrückt. Scrollen Sie durch den Aufbau.
Schnitt: Erdreich, Kellerwand, Raum
Aufbau von außen nach innen
- Erdreich und Wasserdruck
Das Wasser im Erdreich drückt von außen gegen die Wand. Der hydrostatische Druck wächst um etwa 0,1 bar, also rund 10 kN/m², je Meter Wassertiefe.
- Mauerwerk
Die Wand trägt, dichtet aber selbst nicht. Hinter einer Innenabdichtung bleibt sie durchfeuchtet, der Raum davor wird trocken.
- Vorbereiteter Untergrund
Alter Putz und lose Teile werden bis auf den tragfähigen, sauberen Untergrund entfernt, denn nur dort kann die Abdichtung haften.
- Hohlkehle
Eine Kehle aus Dichtmörtel rundet den Boden-Wand-Anschluss aus, an dem sonst Risse und Wasserwege entstehen.
- Dichtschlämme (2 Lagen)
Die mineralische Dichtschlämme wird in zwei Lagen aufgetragen und verkrallt sich in den Poren, sodass der Wasserdruck sie nicht abdrückt.
- Sanierputz
Der diffusionsoffene Sanierputz schließt die Wand zum Raum ab und lagert Salze in seinem Porenraum ein, ohne dass die Oberfläche ausblüht.
Wann eine Innenabdichtung die richtige Wahl ist
Nach der reinen Lehre gehört eine Abdichtung auf die Außenseite der Kellerwand, dorthin, wo das Wasser ankommt. In der Praxis ist die Außenseite aber oft nicht erreichbar: Das Nachbarhaus steht direkt an der Grenze, eine Garage oder Terrasse ist angebaut, oder das Haus steht am Hang mit Stützmauern und Treppen. In all diesen Fällen ist die Innenabdichtung die wirtschaftliche und technisch sinnvolle Lösung. Sie spart die Erdarbeiten und damit bis zu 60 Prozent der Kosten einer Außenaufgrabung.
Eingesetzt werden Dichtschlämmen und mineralische Dichtsysteme, die fest mit dem Mauerwerk verbunden sein müssen. Mürbe Fugen, lose Steine und alte Beschichtungen entfernen wir deshalb vollständig, Bruchsteinwände egalisieren wir mit Sperrmörtel. Eine aufwendige Vortrocknung ist nicht nötig: Die Lösung von SchimmelPeter hat eine sehr geringe Oberflächenspannung und verteilt sich selbst in wassergesättigtem Mauerwerk mit über 90 % Durchfeuchtung. Steigt zusätzlich Feuchte kapillar auf, ergänzen wir eine Horizontalsperre, denn oft ist erst die Kombination beider Verfahren die dauerhafte Lösung.
Hohlkehle, MDS und Querwände: die kritischen Details
Die meisten undichten Innenabdichtungen versagen nicht in der Fläche, sondern an den Übergängen. Der Boden-Wand-Anschluss ist die Schwachstelle jedes Kellers, weil hier zwei Bauteile aufeinandertreffen, die sich unterschiedlich bewegen. Wir öffnen diesen Anschluss und formen eine Hohlkehle aus Sperrmörtel, über die die Dichtungsschlämme ohne scharfe Kante vom Boden in die Wand läuft. Rohr- und Kabeldurchführungen erhalten eigene Dichtmanschetten oder werden gezielt verpresst.
Ein Detail, das oft übersehen wird, sind die Innenwände. Wo eine Querwand auf die abgedichtete Außenwand trifft, kann Feuchte an der Abdichtung vorbei in die Innenwand wandern und dort nach oben steigen. Deshalb dichten wir die Anschlussbereiche der Querwände ein Stück weit mit ab oder setzen dort eine Horizontalsperre. Nur so bleibt nicht allein die Außenwand trocken, sondern der ganze Keller, einschließlich der Räume, die an die sanierte Wand angrenzen.
Drückendes Wasser und Hanglagen
Bei einfacher Bodenfeuchte genügt meist eine zweilagige Dichtungsschlämme. Anders sieht es aus, wenn nach Starkregen Wasser mit Druck gegen die Wand steht, etwa bei Häusern am Hang oder in Senken, in denen sich Sickerwasser staut. Hier setzen wir auf mehrlagige, starre Schlämmen in ausreichender Schichtdicke und beziehen auch die Bodenplatte mit ein. Wasserführende Risse werden vorher verpresst, denn über einen offenen Riss würde jede Beschichtung früher oder später hinterlaufen.
Wichtig ist uns, offen zu sagen, was eine Innenabdichtung leisten kann. Sie hält das Wasser aus dem Raum, das Mauerwerk dahinter bleibt jedoch feucht. Das ist bauphysikalisch in Ordnung, solange die Abdichtung lückenlos ist und die Feuchte nicht in darüberliegende Geschosse aufsteigen kann. Deshalb kombinieren wir die Innenabdichtung in Altbauten fast immer mit einer Horizontalsperre knapp oberhalb der abgedichteten Zone, damit das Erdgeschoss trocken bleibt.
- Mehrlagige MDS bei drückendem Wasser
- Einbeziehung der Bodenplatte
- Vorheriges Verpressen wasserführender Risse
- Horizontalsperre oberhalb der Abdichtung
Fragen zu Kellerinnenabdichtung
Kann ich einen Keller von innen selbst abdichten?
Dichtungsschlämme gibt es im Baumarkt, die Tücke liegt aber im Untergrund und in den Anschlüssen. Wird die Schlämme auf alten Putz oder Farbe gestrichen, löst sie sich unter Wasserdruck wieder ab. Ohne Hohlkehle und abgedichtete Querwände läuft die Feuchte außerdem einfach um die Abdichtung herum.
Hält eine Innenabdichtung auch bei drückendem Wasser?
Ja, wenn sie dafür ausgelegt ist. Bei drückendem Wasser braucht es mehrlagige Schlämmen in ausreichender Schichtdicke auf einem festen, sauberen Untergrund, und die Bodenplatte muss mit einbezogen werden. Ob Ihr Keller Bodenfeuchte oder Druckwasser ausgesetzt ist, klären wir bei der Messung vor Ort.
Warum reicht ein Bitumenanstrich von innen nicht?
Bitumen haftet auf feuchtem Mauerwerk schlecht und wird von innen durch den Wasserdruck von der Wand weggedrückt. Mineralische Dichtungsschlämmen verbinden sich dagegen mit dem Untergrund und sind für die Anwendung von innen geeignet. Deshalb entfernen wir alte Bitumenanstriche vor der Sanierung vollständig.
Wie stark drückt Wasser auf eine Kellerwand?
Je Meter Wassersäule steigt der Druck um rund 0,1 bar, das sind etwa eine Tonne Last pro Quadratmeter. Eine Innenabdichtung muss diesem Druck von der Rückseite standhalten, deshalb wird sie als mineralische Dichtschlämme fest mit dem vorbereiteten Untergrund verbunden.
Kann man feuchte Kellerwände dauerhaft von innen abdichten?
Ja, wenn der Untergrund tragfähig vorbereitet ist und die Hohlkehle am Boden-Wand-Anschluss sauber ausgebildet wird. Steigt zusätzlich Feuchte kapillar auf, kombinieren wir die Innenabdichtung mit einer Horizontalsperre. Welche Kombination nötig ist, zeigt die Messung.
Verwandte Leistungen
Kellerinnenabdichtung in Ihrer Stadt
Kontakt & Vor-Ort-Analyse
Sprechen wir über Ihr Objekt.
Die Feuchtemessung ist kostenlos.
Vereinbaren Sie Ihren unverbindlichen Termin. Shahzad Mahmood misst die Feuchtigkeit im Mauerwerk und erstellt Ihnen ein transparentes Festpreisangebot.

Direkter Ansprechpartner
Shahzad Mahmood
Inhaber, SchimmelPeter® Partnerbetrieb