sos-abdichtungWuppertal · Region 42

Feuchtemessung & Schimmel-Gutachten: wissen, woher die Nässe kommt

Feuch­te Wand, was tun? Bevor Geld in Putz, Farbe oder Ent­feuch­ter fließt, sollte klar sein, welche Art von Feuch­te in der Wand steckt und woher sie kommt. Genau das klärt eine fach­ge­rech­te Mes­sung.

Typische Anzeichen

  • Feuchte Wandstellen, deren Ursache unklar ist
  • Schimmel, bei dem Mieter und Vermieter unterschiedliche Ursachen vermuten
  • Wände, die nach einem Wasserschaden auffällig lange feucht bleiben
  • Salzränder, die nach jeder Renovierung wiederkommen
  • Feuchter Keller in einem Altbau, den Sie kaufen möchten
Infografik: aufsteigende Feuchtigkeit bei defekter Horizontalsperre
Foto: SchimmelPeter®
Schicht für Schicht
  1. Oberfläche und Raumluft

    Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur, Raum­tem­pe­ra­tur und re­la­ti­ve Luft­feuch­te zeigen, ob an der Wand der Tau­punkt un­ter­schrit­ten wird.

  2. Putz und Salze

    Salze im Putz ziehen Feuch­te aus der Luft an und ver­fäl­schen ein­fa­che Mes­sun­gen, des­halb tren­nen wir hy­gro­sko­pi­sche von ka­pil­la­rer Feuch­te.

  3. Mauerwerkskern

    Ober­flä­chen­ge­rä­te er­fas­sen nur die ersten Mil­li­me­ter, erst Mes­sun­gen in der Tiefe zeigen den tat­säch­li­chen Was­ser­ge­halt.

  4. Wandfuß

    Hier zeigt sich, ob Feuch­te ka­pil­lar aus dem Fun­da­ment auf­steigt, des­halb messen wir in meh­re­ren Höhen.

Wissen, Schicht für Schicht

Feuchte Wand, was tun? Das Feuchtebild richtig lesen

Jede Ur­sa­che hin­ter­lässt ein ei­ge­nes Muster in der Wand. Wählen Sie ein Scha­dens­bild und sehen Sie, wie die Feuch­te ver­teilt ist, in wel­cher Tiefe wel­ches Mess­ver­fah­ren misst und was daraus folgt.

0 m1 m2 mKellerboden, Wand zum Erdreich, etwa 3 m breit
Schematische Darstellung. Die tatsächliche Ursache klärt die Messung vor Ort.

Feuchtebild

Aufsteigende Feuchte

Gleichmäßig von unten nach oben: Das spricht für kapillar aufsteigende Feuchte, typisch bei defekter oder fehlender Horizontalsperre.

Woran Sie es erkennen

  • Ein gleichmäßiges Feuchteband vom Boden, das nach oben ausläuft, oft bis etwa 1 m Höhe.
  • Ein heller Salzrand (Ausblühungen) an der Feuchtefront.
  • Der Putz im Sockelbereich mürbt ab, unabhängig von Jahreszeit und Lüften.

Was wir messen

Ein Feuchteprofil in mehreren Höhen: kapazitiv für das Bild, CM oder Darr für den Wassergehalt im Mauerwerk, dazu die Salzbelastung.

Nächster Schritt

Messung in mehreren Höhen, dann Horizontalsperre per Injektion.

Zur Horizontalsperre

Messtiefe

Welche Methode wo in der Wand misst. Hervorgehoben: typisch beim Feuchtebild „Aufsteigende Feuchte“.

Oberfläche/ PutzMauerwerkaußenMauerwerkskern123
  1. 1Kapazitive Messungoberflächennah, schnelles Feuchtebild
  2. 2CM-MessungProbe aus der Tiefe, Wassergehalt in Prozent
  3. 3Darr-Methode / BohrkernLaborwert, am genauesten

Kapillar, hygroskopisch oder Kondensat?

Eine Wand kann aus ganz ver­schie­de­nen Grün­den feucht sein, und jede Ur­sa­che ver­langt eine andere Sa­nie­rung. Häufig sind Schä­den am Dach, ka­pil­lar auf­stei­gen­de Feuch­tig­keit vor allem in altem, po­rö­sem Mau­er­werk, un­dich­te Wasser- oder Ab­was­ser­lei­tun­gen, eine un­zu­rei­chen­de Drai­na­ge oder Kon­dens­was­ser in schlecht be­lüf­te­ten oder schlecht ge­dämm­ten Räumen. Auf­stei­gen­de Feuch­te zeigt ein ty­pi­sches Profil: unten am nas­ses­ten, nach oben ab­neh­mend. Kon­den­sat ent­steht an der Ober­flä­che kalter Bau­tei­le und ist im Kern der Wand oft kaum nach­weis­bar. Le­cka­gen aus Lei­tun­gen zeigen sich da­ge­gen als ört­lich be­grenz­te, nasse Zonen.

Ein Son­der­fall ist die hy­gro­sko­pi­sche Feuch­te. Salze, die sich über Jahre im Putz an­ge­rei­chert haben, ziehen Wasser aus der Raum­luft an. Eine solche Wand kann feucht wirken, obwohl längst keine Nässe mehr von unten nach­kommt, etwa weil be­reits eine Ho­ri­zon­tal­sper­re ein­ge­baut wurde. Wer das nicht un­ter­schei­det, lässt wo­mög­lich eine zweite Sperre ein­bau­en, die gar nicht ge­braucht wird. Um­ge­kehrt nützt neuer Putz nichts, so­lan­ge noch ka­pil­la­res Wasser auf­steigt.

  • Un­dich­tes oder be­schä­dig­tes Dach
  • Ka­pil­lar auf­stei­gen­de Feuch­tig­keit, vor allem in altem, po­rö­sem Mau­er­werk
  • Un­dich­te Sa­ni­tär­in­stal­la­tio­nen, also Wasser- und Ab­was­ser­lei­tun­gen
  • Un­zu­rei­chen­de oder de­fek­te Drai­na­ge rund um das Haus
  • Kon­dens­was­ser in schlecht be­lüf­te­ten oder schlecht ge­dämm­ten Räumen

Wie wir messen

Jede Scha­dens­ana­ly­se be­ginnt mit einer Be­sich­ti­gung außen und innen und einer ge­nau­en Sicht­prü­fung, denn schon das Scha­dens­bild verrät viel. Waa­ge­recht ver­lau­fen­de Feuch­te­li­ni­en im So­ckel­be­reich, unten nass und weiter oben tro­cken, sind ein klas­si­sches Zei­chen für auf­stei­gen­de Feuch­te. Fle­cken rund um Fens­ter oder Rohr­durch­füh­run­gen deuten da­ge­gen meist auf eine Un­dich­tig­keit von außen hin. Auch Dach, Fall­roh­re, Ge­län­de und Lei­tungs­ver­lauf lie­fern wich­ti­ge Hin­wei­se. Mit dem Auge allein lässt sich die Ur­sa­che aber nicht sicher be­stim­men, des­halb folgt immer die Mes­sung.

Mit ka­pa­zi­ti­ven Mess­ge­rä­ten be­stim­men wir den Feuch­te­ge­halt der Wand in ver­schie­de­nen Höhen. Nehmen die Werte zum Boden hin zu, ist das ein klarer Hin­weis auf ka­pil­la­re Feuch­te. Weil Salze und un­ter­schied­li­che Bau­stof­fe solche An­zei­gen ver­fäl­schen können, er­mit­teln wir den tat­säch­li­chen Feuch­te­grad bei Bedarf zu­sätz­lich per CM-Mes­sung oder Bohr­kern­ana­ly­se. Par­al­lel er­fas­sen wir Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren, Raum­tem­pe­ra­tur und re­la­ti­ve Luft­feuch­te, um das Tau­punkt­ri­si­ko zu be­wer­ten und Kon­den­sat sicher von Nässe aus dem Mau­er­werk zu un­ter­schei­den.

Ebenso wich­tig ist der Bau­stoff selbst. Ziegel, Kalk­sand­stein und Na­tur­stein nehmen un­ter­schied­lich viel Wasser auf, und davon hängt ab, wel­ches Sa­nie­rungs­sys­tem passt. Aus allen Werten ergibt sich eine fach­li­che Be­wer­tung: Fehlt die Ho­ri­zon­tal­sper­re ganz, hat sie nur in Teil­be­rei­chen ver­sagt, oder sind andere Ur­sa­chen wie seit­lich ein­drin­gen­de Feuch­te ver­ant­wort­lich? Darauf baut unser Sa­nie­rungs­vor­schlag auf. Weil die Mes­sung vor der Wahl des Ver­fah­rens steht, ist das An­ge­bot her­stel­ler­un­ab­hän­gig und rich­tet sich nach dem Befund, nicht nach einem be­stimm­ten Pro­dukt.

  • Sicht­prü­fung: Feuch­te­li­ni­en im Sockel oder Fle­cken an Fens­tern und Rohren
  • Mes­sung in ver­schie­de­nen Höhen, ka­pa­zi­tiv und bei Bedarf per CM-Mes­sung oder Bohr­kern
  • Ma­te­ri­al­ana­ly­se von Ziegel, Kalk­sand­stein oder Na­tur­stein
  • Be­wer­tung mit Tau­punkt­prü­fung und kon­kre­tem Sa­nie­rungs­vor­schlag

Feuchte-Check beim Immobilienkauf

Feuch­te Wände sind für Laien oft nicht auf den ersten Blick zu er­ken­nen, schon gar nicht bei einer kurzen Be­sich­ti­gung. Wer ein Haus oder eine Woh­nung kaufen möchte, sollte des­halb vor der Ent­schei­dung wissen, wie es um Keller und Wände steht. Wir prüfen die Im­mo­bi­lie mit den­sel­ben Ver­fah­ren wie bei jeder Scha­dens­ana­ly­se: Sicht­prü­fung, Feuch­te­mes­sung in meh­re­ren Räumen und Höhen und, falls vor­han­den, die Er­fas­sung von Schim­mel­be­fall und seinem Ausmaß. So wissen Sie, worauf Sie sich ein­las­sen, statt die Katze im Sack zu kaufen.

Noch vor Ort er­hal­ten Sie einen schrift­li­chen Befund zum Zu­stand der Im­mo­bi­lie hin­sicht­lich Feuch­tig­keit und ge­ge­be­nen­falls Schim­mel. Das An­ge­bot rich­tet sich an Kauf­in­ter­es­sen­ten ebenso wie an Im­mo­bi­li­en­mak­ler, die ihren Kunden Si­cher­heit geben und den Zu­stand eines Ob­jekts be­le­gen möch­ten. Zeigt die Mes­sung Hand­lungs­be­darf, er­hal­ten Sie auf Wunsch ein ver­bind­li­ches An­ge­bot für die Sa­nie­rung. Der Befund ist eine fach­li­che Be­stands­auf­nah­me und kein ge­richts­fes­tes Gut­ach­ten, gibt Ihnen aber eine sach­li­che Grund­la­ge für Ihre Kauf­ent­schei­dung.

Schimmel messen und nachvollziehbar dokumentieren

Wer nach einem Sach­ver­stän­di­gen für Schim­mel sucht, braucht meist zwei­er­lei: eine fach­li­che Klä­rung der Ur­sa­che und eine Do­ku­men­ta­ti­on, die auch Dritte nach­voll­zie­hen können. Unsere Gut­ach­ten halten fest, wo wel­cher Befall sitzt, welche Feuch­te- und Tem­pe­ra­tur­wer­te ge­mes­sen wurden und welche Ur­sa­che sich daraus ergibt. Dazu gehört eine klare Emp­feh­lung, mit wel­chen Maß­nah­men der Scha­den dau­er­haft be­ho­ben werden kann, und auf Wunsch ein Fest­preis­an­ge­bot für die Um­set­zung.

Solche Un­ter­la­gen sind für Ei­gen­tü­mer und Mieter glei­cher­ma­ßen nütz­lich, etwa bei Streit über die Ur­sa­che, im Ge­spräch mit einer Ver­si­che­rung oder vor dem Kauf eines Hauses mit feuch­tem Keller. Kommt es tat­säch­lich zu einem Ge­richts­ver­fah­ren, be­stellt das Ge­richt in der Regel einen ei­ge­nen Sach­ver­stän­di­gen. Das spre­chen wir offen an. Meist reicht jedoch eine sau­be­re mess­tech­ni­sche Do­ku­men­ta­ti­on, um die Frage nach der Ur­sa­che sach­lich zu klären, bevor ein Streit über­haupt ent­steht.

Fragen zu Feuchtemessung & Gutachten

Ist die Feuchtemessung wirklich kostenlos?

Ja, die Erst­mes­sung vor Ort zur Er­mitt­lung der Scha­dens­ur­sa­che ist für Sie kos­ten­los und un­ver­bind­lich. Sie wissen danach, welche Art von Feuch­te vor­liegt, und er­hal­ten auf Wunsch ein Fest­preis­an­ge­bot für die Sa­nie­rung. Ein aus­führ­li­ches schrift­li­ches Gut­ach­ten, etwa für eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Drit­ten, be­spre­chen wir ge­son­dert.

Feuchte Wand: Was tun bis zum Termin?

Rücken Sie Möbel etwas von der Wand ab, damit Luft zir­ku­lie­ren kann, und strei­chen oder ver­put­zen Sie die Stelle noch nicht. Lüften Sie kurz und kräf­tig, statt Fens­ter dau­er­haft zu kippen. No­tie­ren Sie, ob sich die Feuch­te bei Regen oder in der Heiz­pe­ri­ode ver­än­dert, denn das hilft bei der Ur­sa­chen­fin­dung.

Kann ich Feuchte in der Wand selbst messen?

Mit einem ein­fa­chen Mess­ge­rät sehen Sie, ob eine Stelle feuch­ter ist als eine andere. Den tat­säch­li­chen Was­ser­ge­halt oder die Ur­sa­che können diese Geräte nicht zu­ver­läs­sig be­stim­men, weil Salze und Bau­stoff die An­zei­ge ver­fäl­schen. Für eine Sa­nie­rungs­ent­schei­dung reicht eine solche Mes­sung des­halb nicht aus.

Was bedeutet der Taupunkt beim Thema Schimmel?

Der Tau­punkt ist die Tem­pe­ra­tur, bei der Was­ser­dampf aus der Luft zu Wasser kon­den­siert. Ist eine Wand­ober­flä­che kälter als der Tau­punkt der Raum­luft, schlägt sich dort Feuch­tig­keit nieder, und Schim­mel findet ideale Be­din­gun­gen. Schon bevor sicht­ba­res Tau­was­ser ent­steht, kann eine dau­er­haft hohe Feuch­te an der Ober­flä­che für Schim­mel­wachs­tum aus­rei­chen.

Feuchte Wand, was tun als Erstes?

Nicht über­strei­chen und nicht ein­fach einen Ent­feuch­ter auf­stel­len. Zuerst muss klar sein, woher die Feuch­te kommt: von unten, von außen, aus einer Lei­tung oder als Kon­den­sat. Das Feuch­te­bild und eine Mes­sung in ver­schie­de­nen Höhen und Tiefen be­ant­wor­ten genau diese Frage.

Wie misst man Schimmel und Feuchte in der Wand?

Ka­pa­zi­ti­ve Geräte zeigen schnell, wo die Wand ober­flä­chen­nah feucht ist. Für den tat­säch­li­chen Was­ser­ge­halt im Bau­stoff wird eine Probe ent­nom­men und per CM-Mes­sung oder Darr-Ver­fah­ren be­stimmt. Schim­mel­be­fall wird zu­sätz­lich über Sicht­prü­fung und bei Bedarf über Proben be­wer­tet.

Verwandte Leistungen

Feuchtemessung & Gutachten in Ihrer Stadt

Kontakt & Vor-Ort-Analyse

Sprechen wir über Ihr Objekt.
Die Feuchtemessung ist kostenlos.

Vereinbaren Sie Ihren unverbindlichen Termin. Shahzad Mahmood misst die Feuchtigkeit im Mauerwerk und erstellt Ihnen ein transparentes Festpreisangebot.

Öffnet WhatsApp mit Ihrer vorbereiteten Nachricht. Ihre Daten werden nicht gespeichert.

Porträt von Shahzad Mahmood

Direkter Ansprechpartner

Shahzad Mahmood

Inhaber, SchimmelPeter® Partnerbetrieb

SchimmelPeter® Zertifizierter Fachbetrieb