Feuchte Wände trockenlegen mit einer Horizontalsperre im Injektionsverfahren
Steigt Feuchtigkeit aus dem Fundament im Mauerwerk auf, hilft kein Anstrich und kein neuer Putz. Mit der Injektion von SchimmelPeter erneuern wir eine defekte Horizontalsperre direkt in der Wand, ohne aufwendige Erdarbeiten und in der Regel ohne Vortrocknung.
Typische Anzeichen
- Feuchtezone, die vom Boden aus nach oben zieht und in einer deutlichen Linie endet
- Weiße, kristalline Salzausblühungen im unteren Wandbereich
- Putz, der sandet, hohl klingt oder in Schollen abfällt
- Abblätternde Farbe und aufquellende Tapeten im Erdgeschoss
- Mürbe, bröselnde Fugen im Ziegel- oder Bruchsteinmauerwerk

Mauerwerk oberhalb
Ohne Nachschub von unten trocknet die Wand aus. Mit der Feuchtigkeit verdunstet das Paraffinöl, und die natürliche Wärmedämmfähigkeit kehrt zurück.
Wasserabweisende Sperrschicht
Das Polymer verbindet sich hydrophob mit den Kapillarwänden. Die Schicht ist nur wenige Moleküle dick, deshalb bleiben die Poren offen.
Injektionszone
Der in Paraffin gelöste Kunststoff verteilt sich vollständig in der Injektionszone und wirkt im Mauerwerk wie ein flüssiger Schutzschild.
Bohrlochreihe
Im feuchten Mauerwerk setzen wir Bohrlöcher im Abstand von bis zu 20 cm und bringen eine genau berechnete Menge Injektionsmittel ein.
Fundament und Erdreich
Aus dem feuchten Erdreich unter dem Haus saugt das Mauerwerk über seine feinen Kapillaren Wasser an und leitet es nach oben.
Wissen, Schicht für Schicht
Feuchtes Mauerwerk sanieren: die Physik der Kapillare
Aufsteigende Feuchtigkeit ist Kapillarphysik. Je feiner eine Pore, desto höher zieht sie Wasser. Wir zoomen von der Wand bis auf die Porenwand und zeigen, warum die Injektion das Wasser stoppt, den Wasserdampf aber durchlässt.

Die Wand. Feuchterand und Salzspuren im Sockel: das typische Bild, wenn die Horizontalsperre fehlt oder defekt ist. Das Mauerwerk. Bodenfeuchte steigt über Stein und Fuge auf. Wo das Wasser an der Oberfläche verdunstet, bleiben Salze zurück. h = 2σ · cos θ / (ρ · g · r)
Die Poren. Kapillarkraft: Je feiner die Pore, desto höher zieht sie Wasser. Die Werte gelten rechnerisch ohne Verdunstung, im echten Mauerwerk bremsen Verdunstung und Porenstruktur. Die Porenwand nach der Injektion. Der in Paraffin gelöste Kunststoff legt sich als hauchdünner Polymerfilm an die Porenwand. Der Randwinkel kippt über 90°, die Pore drückt Wasser nach unten. Sie bleibt offen, Wasserdampf kann weiter entweichen.
Foto: SchimmelPeter®. Schematische Darstellung, nicht maßstäblich.
Ursachen feuchter Wände und wie aufsteigende Feuchte entsteht
Feuchte Wände haben ganz unterschiedliche Ursachen. Häufig sind es Schäden am Dach, undichte Wasser- oder Abwasserleitungen, eine unzureichende Drainage oder Kondenswasser in schlecht belüfteten oder schlecht gedämmten Räumen. Eine Horizontalsperre hilft gegen eine ganz bestimmte Ursache: kapillar aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundament, die vor allem altes, poröses Mauerwerk betrifft. Deshalb steht am Anfang jeder Sanierung eine Schadensanalyse. Erst wenn feststeht, dass die Nässe tatsächlich von unten kommt, ist die Injektion die richtige Maßnahme und kein teurer Versuch ins Blaue.
Beim Neubau wird unter dem Mauerwerk eine Horizontalsperre eingebaut, die in der DIN 18533 Querschnittsabdichtung heißt. Sie soll verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem Erdreich in der Wand nach oben wandert. Denn Mauerwerk aus Ziegel, Kalksandstein oder Naturstein ist von feinen Kapillaren durchzogen, die Wasser ähnlich wie ein Docht ansaugen. Fehlt diese Sperre oder hat die alte Bitumenpappe in der Fuge ihre Wirkung verloren, steigt die Feuchte ungehindert auf. Wie hoch, hängt vom Porengefüge, von der Verdunstung an der Oberfläche und vom Salzgehalt ab.
Mit dem Wasser wandern gelöste Salze aus Boden und Baustoff in die Wand. Wo das Wasser an der Oberfläche verdunstet, bleiben sie zurück und kristallisieren. Diese Kristalle brauchen mehr Platz, als die Poren bieten, sprengen den Putz ab und zerstören nach und nach auch Fugen und Steine. Außerdem ziehen die Salze Feuchtigkeit aus der Raumluft an. Deshalb bleibt eine versalzene Wand auch dann feucht, wenn der Nachschub von unten längst gestoppt wäre.
Anzeichen und Folgen einer defekten Horizontalsperre
Eine defekte Sperrschicht zeigt sich meist an einem typischen Schadensbild in Bodennähe. Für die Einordnung hilft eine einfache Regel: Steigt die Feuchtigkeit gleichmäßig von unten nach oben, spricht das für kapillar aufsteigende Feuchte und damit für eine defekte oder fehlende Horizontalsperre. Einzelne, klar begrenzte Feuchtstellen deuten dagegen eher auf ein undichtes Rohr oder auf Wasser, das von außen eindringt. Sicher beurteilen lässt sich das allerdings erst mit Feuchte- und Materialmessungen im Mauerwerk, nicht allein mit dem Auge.
Bleibt die Sperre unsaniert, zieht das Wasser immer weiter nach oben, und die feuchten Zonen wachsen. Die mitgeführten Salze kristallisieren beim Austrocknen aus und sprengen den Putz ab. Im Winter gefriert Wasser in den Poren und verursacht Abplatzungen und Risse, durch die noch mehr Feuchte eindringt. Dauerhaft nasse Wände bieten Schimmel ideale Bedingungen, und die Sporen belasten die Raumluft. Dazu kommt ein muffiger Geruch, der sich auch durch Lüften nicht vertreiben lässt.
Oft unterschätzt wird der Energieverlust. Nasses Mauerwerk dämmt deutlich schlechter als trockenes: Schon 5 % Feuchte im Baustoff können den Wärmedämmwert um bis zu 50 % verschlechtern. Die Folge sind kühle Wände trotz Heizung und höhere Heizkosten. Nicht zuletzt verliert die Immobilie an Wert, denn bei Verkauf oder Vermietung wird ein feuchter Keller schnell zum Ausschlusskriterium. Je früher Sie die Ursache klären lassen, desto kleiner bleiben Schaden und Trocknungszeit und desto günstiger fällt die Sanierung aus.
- Dunkle, feuchte Ränder oder Flecken, vor allem in Bodennähe
- Salzausblühungen als weiße, kristalline Ablagerungen auf Putz oder Ziegel
- Abblätternde Farbe und aufgequollener Putz
- Muffiger Geruch oder ein dauerhaft kühles, klammes Kellerklima
- Schimmel an Sockelleisten oder hinter Möbeln
- Messbar erhöhte Feuchte im Mauerwerk unterhalb des Erdgeschosses
So wirkt die SchimmelPeter-Injektion
Als SchimmelPeter® Partnerbetrieb erneuern wir defekte Horizontalsperren ohne aufwendige Erdarbeiten. Dazu setzen wir im feuchten Mauerwerk eine Reihe von Bohrlöchern im Abstand von bis zu 20 cm. In diese Bohrlöcher bringen wir eine genau berechnete Menge Injektionsmittel ein. Der Wirkstoff ist ein in Paraffin gelöster Kunststoff, der sich im Mauerwerk wie ein flüssiger Schutzschild verhält. Wie viel Material eine Wand braucht, ermitteln wir vorher bei der Schadensanalyse, denn Baustoff, Wandstärke und Durchfeuchtung unterscheiden sich von Haus zu Haus.
Im Mauerwerk verteilt sich das Mittel vollständig innerhalb der Injektionszone. Dort verbindet es sich als hydrophobes, also wasserabweisendes Polymer mit den Kapillarwänden des Baustoffs. So entsteht eine neue, wasserabweisende Sperrschicht, an der das von unten aufsteigende Wasser nicht mehr vorbeikommt. Die aufsteigende Feuchtigkeit wird zuverlässig gestoppt, und das Mauerwerk oberhalb der Sperre erhält keinen Nachschub mehr. Für Sie bedeutet das: kein Bagger vor dem Haus, keine aufgerissenen Beete und keine Arbeiten auf dem Grundstück des Nachbarn.
Anders als Verfahren, die die Poren verstopfen, lässt die SchimmelPeter-Injektion die Wand atmungsaktiv. Die wirksame Polymerschicht ist nur wenige Moleküle dick und kleidet die Kapillaren lediglich aus, statt sie zu füllen. Flüssiges Wasser wird an der Sperrschicht zurückgehalten, Wasserdampf kann dagegen weiterhin durch das diffusionsfähige Mauerwerk wandern. So entweicht die Feuchte, die bereits in der Wand steckt, nach und nach, und mit ihr verdunstet das Paraffinöl, das als Träger gedient hat. Zurück bleibt eine trockene Wand, die ihre natürliche Wärmedämmfähigkeit wiedergewinnt.
- Keine aufwendigen Erdarbeiten rund um das Haus
- Bohrlöcher im Abstand von bis zu 20 cm
- Vortrocknung in der Regel nicht notwendig
- 25 Jahre Produktgarantie des Herstellers SchimmelPeter GmbH
- 10 Jahre Garantie von sos-abdichtung auf die ausgeführten Arbeiten
Keine Vortrocknung und was nach der Injektion passiert
Viele Eigentümer rechnen damit, dass eine nasse Wand erst wochenlang getrocknet werden muss, bevor die eigentliche Sanierung beginnt. Bei der SchimmelPeter-Injektion ist eine Vortrocknung in der Regel nicht notwendig. Das Verfahren wirkt auch in stark durchfeuchtetem Mauerwerk mit einem Durchfeuchtungsgrad von über 90 %. Gerade in den alten Bruchstein- und Ziegelkellern im Bergischen Land, die oft seit Jahrzehnten nass sind, ist das ein großer Vorteil. Die Injektion kann direkt nach der gemeinsamen Planung erfolgen, ohne Trocknungsgeräte als Vorstufe.
Die Horizontalsperre stoppt den Nachschub, das Wasser in der Wand verschwindet aber nicht über Nacht. Das Mauerwerk oberhalb der Sperre trocknet über Monate aus, je nach Wandstärke und Baustoff unterschiedlich schnell. In dieser Zeit darf die Oberfläche nicht mit dichten Materialien wie Dispersionsfarbe oder Zementputz verschlossen werden. Den alten, versalzenen Putz ersetzen wir deshalb durch ein Sanierputzsystem, das Salze einlagert und Wasserdampf entweichen lässt. Oft ist eine Kombination sinnvoll, etwa mit einer Innenabdichtung an erdberührten Wänden.
Ausgeführt wird die Injektion von Mitarbeitern, die in den Schulungszentren von SchimmelPeter ausgebildet wurden und mehrmals im Jahr an Schulungen teilnehmen, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Für die Wirksamkeit des Produkts gibt es 25 Jahre Produktgarantie des Herstellers SchimmelPeter GmbH. Unabhängig davon übernimmt sos-abdichtung 10 Jahre Garantie auf die ausgeführten Arbeiten. Beide Zusagen stehen nebeneinander und decken unterschiedliche Dinge ab: die eine das Produkt, die andere die handwerkliche Ausführung bei Ihnen vor Ort.
Fragen zu Horizontalsperre
Hilft eine Horizontalsperre auch gegen Feuchte, die seitlich durch die Kellerwand kommt?
Nein, die Horizontalsperre unterbricht nur den Wassertransport von unten nach oben. Dringt Feuchte seitlich aus dem Erdreich durch die Kelleraußenwand, braucht es zusätzlich eine Flächenabdichtung auf der Innenseite. Oft ist genau diese Kombination sinnvoll, und welche Maßnahmen Ihre Wand braucht, zeigt die Schadensanalyse vor Ort.
Muss die Wand vor der Injektion erst getrocknet werden?
Nein, eine Vortrocknung ist in der Regel nicht notwendig. Das SchimmelPeter-Verfahren wirkt auch in stark durchfeuchtetem Mauerwerk mit einem Durchfeuchtungsgrad von über 90 %. Damit eignet es sich auch für alte Bruchstein- und Ziegelkeller, die seit Jahrzehnten nass sind.
Kann die Wand nach der Injektion noch atmen?
Ja. Die wirksame Polymerschicht ist nur wenige Moleküle dick, deshalb werden die Kapillarporen nicht verstopft und das Mauerwerk bleibt diffusionsfähig. Die Feuchtigkeit in der Wand kann so nach und nach entweichen, und mit ihr verdunstet auch das Paraffinöl.
Welche Garantie erhalte ich auf die Horizontalsperre?
Sie erhalten zwei getrennte Zusagen. Auf die Wirksamkeit des Produkts gibt es 25 Jahre Produktgarantie des Herstellers SchimmelPeter GmbH. Zusätzlich gibt sos-abdichtung 10 Jahre Garantie auf die ausgeführten Arbeiten.
Wie hoch kann Feuchtigkeit im Mauerwerk aufsteigen?
Rechnerisch könnte eine Pore mit einem Mikrometer Radius Wasser mehrere Meter hoch ziehen. In der Praxis begrenzen Verdunstung an der Oberfläche und die unregelmäßige Porenstruktur die Steighöhe, typisch ist ein feuchter Sockel von bis zu etwa einem Meter und mehr. Wie hoch es bei Ihnen ist, zeigt nur die Messung in verschiedenen Höhen.
Ist eine Mauertrockenlegung von innen möglich?
Ja. Die Horizontalsperre wird per Injektion von innen gesetzt, Aufgraben ist dafür nicht nötig. Das Injektionsmittel macht die Porenwände wasserabweisend, sodass die Kapillare kein Wasser mehr nach oben zieht, während die Wand weiter austrocknen kann.
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